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Infos und Neuheiten

Die Erfüllung des persönlichen Wunsches nach einem hochwertigen Hörraum ist sicher ein Anliegen, dass viele musik- und technikbegeisterte Hörer auch für die eigenen vier Wände gerne realisiert sehen würden. Der nachfolgende Raum ist ein Beispiel für eine solch gelungene Umsetzung



 hochwertiger Stereohörraum für den privaten Hörgenuss

Vor einigen Jahren entstand im Zuge des geplanten Umbaues eines alten Bauernhauses der Wunsch nach einem hochwertigen Hörraum für die reichhaltige, private Musiksammlung. So entstand schließlich nach einer umfangreichen und zeitintensiven Planungsphase mit dem Architekten und dem Hausbesitzer eine akustische Umgebung, die sowohl ästhetisch und klanglich den höchsten Ansprüchen genügt und sich angenehm in die idyllische Landschaft der Ardennen einfügt.

Ein Anbau an das bestehende Gebäude schafft genügend Volumen für einen großzügigen Hörraum. Um die schöne Landschaft der Ardennen mit in das Konzept des Raumes einzubeziehen, war es ein Anliegen des Architekten und des Bauherren freie Durchsicht auf die Umgebung zu erhalten - ein hoher Anspruch an die akustische Qualität des Raumes!
Somit mussten die großflächigen Glasbereiche bereits frühzeitig in das Konzept des Raumes mit integriert werden und gleichzeitig die akustischen Eigenschaften des Raumes kontrollierbar bleiben. Die Realisierung beruht nun auf eine vollflächige akustische Raumgestaltung in der die Glasflächen durch ausgleichende Maßnahmen und variable Applikationen integriert sind.
Die visuelle Oberfläche der meisten Wände wird durch eine hochwertige, horizontale Ahornverlattung gebildet, welche dem Raum seinen individuellen Charakter verleiht und im Kontrast zu den weißen Teilflächen steht. Die sichtbare Flächengestaltung bildet die akustische "Haut" für einen komplexen, mehrlagigen Akustikaufbau im Untergrund. 
Unterschiedlichste akustische Funktionen sind so im Raum wirksam, ohne das der Betrachtes diese wahrnimmt. Nur so ist es möglich, eine adäquate Gestaltung des Schallfeldes im Raum vorzunehmen, um für den Betrieb der hochwertigen Audiokomponenten ein akustisches Umfeld zu schaffen. Augenscheinlich werden die Maßnahmen nur für zwei komplexe Oberflächenbereiche zur Diffusschallsteuerung. 
Um genügend Stauraum für die eigene, umfangreiche Tonträgersammlung zu erhalten, wurde ein besonderes Möbel entworfen. Dieses Archivierungsregal bildet einerseits die Möglichkeit zur Unterbringung vieler Tonträger und Hardwarekomponenten und besitzt andererseits eine breite akustische Funktion mit gesteuerter Schallverteilung (Diffusion) und definierter Absorption. 
Da es bereits in die Raumsubstanz mit eingebunden ist, bildet es einen visuellen Akzent an der Rückwand des Hörraumes. In der Summe stellt sich ein homogener Raumcharakter ein, der aber seine Nutzung nicht verschweigt. Dazu trägt auch das Lichtkonzept des Raumes bei, welches verschiedene Stimmungen erzeugen kann. 
Einen weiteren wichtigen akustischen Aspekt und optischen Fixpunkt bilden zwei große mobile Diffusor-Arrays im frontalen Bereich des Raumes. Zusammen mit den anderen variablen Applikationen werden für den Hörer verschiedene klangliche Varianten realisierbar, die auch den momentanen Stimmungen und/oder dem Bedürfnis nach freiem Ausblick gerecht werden. Die im Vorfeld intensiv benötigte Zeit für weitreichende Planungen zahlen sich nun im vollendeten Raum aus.

Die Realisierung eines solchen Raumes ist nur möglich, wenn ein reger Ideen- und Erfahrungsaustausch zwischen allen Beteiligten stattfindet. Für die gute Zusammenarbeit deshalb unser Dank an die Beteiligten:

dem Bauherren
Architekturbüro Jean Petit, Luxembourg, Herr Petit und Frau Streber
Generalunternehmer Fa. Leufgen, Belgien, Herrn Kohnen und Kollegen
Tischlerei Diers, Lemgo , Frau Diers und Kollegen
und w vier

 

Bei weiteren Fragen zur Gestaltung von modernen Hörräumen nehmen Sie bitte unter raumakustik@wvier.de mit uns Kontakt auf.


         

                                                           

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w vier, Ing. Buero f. Raum- und Elektroakustik
Stand: 23. Februar 2010